Strom für die Zukunft
Mit Zukunftsstrom kann man die Arten der Energiegewinnung von morgen bezeichnen. Sie zeichnen sich durch effiziente Aussnutzung der zugeführten Energien und durch die Kombination verschiedener Energiequellen aus.
Darüber hinaus geht man zur dezentralen Energieversorgung über. Versteht man unter einem Kraftwerk ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk, dann wurde ein Gasturbinen- mit einem Dampfkraftwerk kombiniert. Eine stromerzeugende Gasturbine dient gleichzeitig als Wärmequelle für einen Abhitzekessel, der als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Wird der Dampfkessel zusätzlich befeuert, spricht man von einem Kombiprozess.
Strom-, sowie Strom- und Wärmeerzeugung möglich
Statt den Heißdampf für die Dampfturbine zu nutzen, kann man ihn auch als Fernwärme verwenden. Dient das Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk der reinen Stromgewinnung, werden Wirkungsgrade von bis zu 60% erreicht. Bei der Produktion von Strom und Wärme können hingegen Wirkungsgrade von bis zu 85% erreicht werden.
Des weiteren kann man unter einem Kombikraftwerk ein virtuelles Kraftwerk verstehen. Es handelt sich dabei um kleine, vernetze, über das ganze Land verteilte Kraftwerke, die sich vor allem auf erneuerbare Energiequellen stützen. Aber auch Blockheizkraftwerke werden mit einbezogen. Weil Wind und Sonne unstete Energielieferanten sind, greift man auf Wettervorhersagen zurück, um Einspeiseprognosen erstellen zu können.
Stromnetz muss an neuen Ansprüchen gerecht werden
Die Kraftwerke werden zentral gesteuert. Zu viel produzierte Energie wird in Pumpspeicherkraftwerken zwischengelagert. Das deutsche Übertragungsnetz ist auf eine homogene Verteilung von Erzeugung und Last ausgerichtet. Sollen höhere Transitraten möglich werden, ist dies nur mit zunehmenden technischen Ansprüchen an das Stromnetz und einem flexibleren Einsatz konventioneller Kraftwerke realisierbar. Neue Wege der Energieerzeugung sind in Zeiten des Klimawandels und Knapperwerdens fossiler Brennstoffe unabdingbar.
