• Berechnungskriterien:
  • Bitte geben Sie Ihre Postleitzahl ein.
  • Bitte entnehmen Sie Ihren genauen Jahresverbrauch Ihrer letzten Stromrechnung.

    Wenn Sie Ihren Stromverbrauch nicht kennen, können Sie sich an den folgenden Durchschnittswerten orientieren:

    Singles:2.000 kWh/Jahr
    2 Personen:3.500 kWh/Jahr
    4 Personen:5.000 kWh/Jahr
    Grossfamilie:8.000 kWh/Jahr

  • Mit Ökostrom bezeichnet man Strom, der zum grössten Teil aus regenerativen Energien gewonnen wird. Bei den regenerativen Energien handelt es sich insbesondere um Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Geothermie und Biomasse.
     

Strompreisentwicklung 2009

Der deutsche Strommarkt wird zu über 80 Prozent von den Großkonzernen EnBW, E.ON, Vattenfall und RWE kontrolliert. Diese starke Stellung haben die Konzerne aufgrund ihres Monopols hinsichtlich des Versorgungsnetzes. Die Bundesregierung setzt indes viel daran, diese starke Marktstellung zu schwächen, so dass der Strommarkt liberalisiert wird. Von der Liberalisierung erhofft man sich eine positive Entwicklung auf die Strompreisentwicklung 2009 in Deutschland, da der erhöhte Wettbewerb den Druck auf die Anbieter erhöht.

Bisher konnten die Großnetzbetreiber ihre Vormachtstellung so ausnutzen, dass sie einen offenen Wettbewerb gar nicht haben zustande kommen lassen. Zwar sollte der Erlass des Energiewirtschaftsgesetzes 1998 offiziell den Startschuss für die Liberalisierung des Strommarktes geben, doch haben die Großnetzbetreiber dies de facto durch hohe Verwaltungsauflagen verhindert. Wollte ein Anbieter sich neu auf dem Markt positionieren, musste er beim Netzbetreiber, von dem er letztlich abhängig blieb, enorme Auflagen bewältigen. Diese wiederum konnten die Kapazität eines jungen Unternehmens durchaus überfordern.

Das Ergebnis ist, dass es die Großanbieter E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall etwa 80 – 90  Prozent der deutschen Kraftwerkskapazitäten und die Übertragungsnetze für sich behaupten. Denn in vielen Fällen sind die Großkonzerne maßgeblich an den über 800 Stadtwerken beteiligt. Wirklich unabhängige Anbieter gibt es in dieser Hinsicht kaum. Ein Blick auf die Strompreisentwicklung der letzten Jahre zeigt eine stets nach oben zeigende Verlaufslinie.

Die Bundesnetzagentur

Aufgrund dieser misslichen Lage hat die Bundesregierung 2005 das Energiewirtschaftsgesetz überarbeitet. Ein folgenreiches Ergebnis war die Einrichtung der Bundesnetzagentur, deren Aufgabe es wurde, die Übertragungsnetze für Strom und Gas zu regulieren. So schritt die Bundesnetzagentur ein, als die Netzbetreiber die Nutzungsentgelte für das Jahr 2007 festlegten. Die Behörde setzte hier Kürzungen von 25 bis 29 Prozent durch. Der wohl wichtigste Einschnitt für die Liberalisierung des Strommarktes wird mit der ab 1. Januar 2009 in Kraft tretenden Anreizregulierung kommen, die mit Sicherheit Einfluss auf die Strompreisentwicklung 2009 haben wird.

Die Anreizregulierung soll ein gezieltes Werkzeug der Bundesnetzagentur werden, die Marktliberalisierung zu forcieren. Die Agentur ermittelt dazu anhand der von den Netzbetreibern ermittelten Daten eine für alle Betreiber geltende Obergrenze für Preise und Erlöse. Auf der einen Seite wird den Netzbetreibern eine Obergrenze für die zu erzielenden Erlöse gesetzt. Auf der anderen Seite wird ein allgemeiner Vergleich der Kosten hinsichtlich der Effizienz der Energienetze vorgenommen.
An diesem Vergleichsmaßstab müssen sich alle Betreiber messen lassen. Letztlich sollen dadurch ineffizient geführte Betriebe optimiert werden. Die festgesetzte Erlösobergrenze, die für jeden Netzbetreiber einzelnd ermittelt wird, soll außerdem jährlich um einen von der Bundesnetzagentur festgelegten Prozentsatz abgesenkt werden.

Kritik und unsichere Strompreisentwicklung

Ein Großteil der Kritik an der Anreizregulierung kommt überraschenderweise nicht von den Großanbietern, sondern von den regionalen Stadtwerken und kommunalen Versorgern. Führt man sich vor Augen, dass die Großanbieter aufgrund ihrer Kapazitäten den Ansprüchen einer Kostensenkung schneller genügen können als kleine Anbieter, so wird dies verständlich. Denn die Großanbieter können viele Einsparungen kompensieren, während ein Regionalversorger zum Beispiel an seine lokalen Gegebenheiten gebunden bleibt. Auch die Kosten für die Ermittlung der von der Netzagentur benötigten Daten sowie die Kosten für den Wirtschaftsprüfer sind eine zusätzliche Belastung.

Inwiefern die Kritik der kommunalen Versorger berechtigt ist, kann nicht hinreichend beantwortet werden. Sie führen an, dass durch die Erlöse häufig andere kostenintensive Einrichtungen – wie der öffentliche Nahverkehr oder Kindergärten – subventioniert wurden. Deutlich wird daran jedoch, dass im Strommarkt nicht nur die Großanbieter, sondern auch der Staat ein Interesse an den hohen Einkünften hat. Inwiefern durch die gesetzlichen Neuerungen ein positiver Effekt auf die Strompreisentwicklung 2009 in Deutschland wirkt, bleibt daher unsicher. Letztlich kann der Verbraucher seinen Anteil daran leisten, indem er den Stromanbieter wechselt.

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