• Berechnungskriterien:
  • Bitte geben Sie Ihre Postleitzahl ein.
  • Bitte entnehmen Sie Ihren genauen Jahresverbrauch Ihrer letzten Stromrechnung.

    Wenn Sie Ihren Stromverbrauch nicht kennen, können Sie sich an den folgenden Durchschnittswerten orientieren:

    Singles:2.000 kWh/Jahr
    2 Personen:3.500 kWh/Jahr
    4 Personen:5.000 kWh/Jahr
    Grossfamilie:8.000 kWh/Jahr

  • Mit Ökostrom bezeichnet man Strom, der zum grössten Teil aus regenerativen Energien gewonnen wird. Bei den regenerativen Energien handelt es sich insbesondere um Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Geothermie und Biomasse.
     

Strom aus Kohle

Aus einer Statistik der deutschen Wirtschaftsverbände für das dritte Quartal 2008 geht hervor, dass die Gesamtstromgewinnung aus Stein- und Braunkohle in Deutschland bei insgesamt 46 Prozent liegt. Das heißt, dass der überwiegende Teil des gegenwärtigen Strombedarfs durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe gedeckt wird. Auch die Kernenergie – mit lediglich 22 Prozent – erreicht bei weitem nicht einen solch hohen Verwendungsgrad.

Funktionsweise eines Kohlekraftwerkes

Angesichts der Relevanz von Kohlekraft, die allein aus diesen Zahlen spricht, ist damit zu rechnen, dass die Energiegewinnung aus Braun- und Steinkohle noch auf längere Zeit hin Verwendung finden wird. Bei einem modernen Kohlekraftwerk liegt der Wirkungsgrad bei 40 bis 45 Prozent. Das bedeutet, dass aus der durch Verbrennung der Kohle gewonnenen Energie 40 bis 45 Prozent effektiv in Strom gewandelt werden kann. In einem Kohlekraftwerk wird in der Regel Stein- oder Braunkohle verbrannt.

Kohle ist ein Sedimentgestein dass bei seiner Verbrennung große Mengen an Wärmeenergie freisetzt. Braun- und Steinkohle unterscheiden sich unter anderem in ihrer Energiedichte, wobei die der Steinkohle höher ist. Das lässt sich an der Menge ablesen, die ein Kohlekraft für die Energiegewinnung benötigt. Während bei Steinkohle etwa 50 Kilogramm die Sekunde benötigt werden, so wird in einem Braunkohlewerk eine Menge von 250 Kilogramm in der Sekunde verwendet. Die aus der Verbrennung gewonnene Wärme wird dazu genutzt, Wasserdampf zu erzeugen. Dessen kinetische Energie wiederum treibt eine riesige Dampfturbine an, die letztlich mit dem Stromgenerator verbunden ist.

Kohlekraftwerke in Deutschland

Da für den Betrieb eines Kohlekraftwerkes stets große Mengen an Wasser benötigt werden, befinden sich die Kraftwerke zumeist an einem Fluss. Da Braunkohle einen geringeren Energiewert besitzt, ist es für die Rentabilität eines Kraftwerkes wichtig, dass es eine relativ geringere Entfernung zur Förderstelle aufweist. Da die für den Betrieb benötigten Mengen an Braunkohle die der Menge an Steinkohle um mindestens ein Dreifaches übersteigt, würde sich das auch negativ auf die Transportkosten auswirken. Deswegen befinden sich die Braunkohlekraftwerke bevorzugt in den Fördergebieten, wie etwa in Thüringen oder Sachsen.

Steinkohlekraftwerke können auch in Fördergebieten liegen oder aber an Orten, wo große Mengen des Brennstoff gut hin transportiert werden können. Das erklärt, warum es im Norden Deutschlands, wie etwa Hamburg oder Rostock ebenfalls Werke gibt. Der Energiekonzern Vattenfall ist gegenwärtig dabei, zwei moderne Kohlekraftwerke im Norden Deutschlands zu bauen.

Für und Wider

Die rot-grüne Bundesregierung hat im Jahr 2000 den Atomausstieg Deutschlands beschlossen. Angesichts des nicht weniger werdenden Strombedarfs wird Kohlekraft ein wichtiger Bestandteil der deutschen Stromerzeugung bleiben. Aber auch wenn Kohlekraft zur Energieabdeckung unabdingbar ist, so haftet ihr ein schwerwiegender ökologischer Nachteil an. Denn Kohlekraftwerke stoßen große Mengen des umweltschädlichen Gases Kohlendioxid aus. Hält man sich vor Augen, welche Mengen an Kohle täglich in einem Kraftwerk verbrannt werden, so kann man erahnen, wie hoch ihr Anteil an den CO²-Emissionen ist.

Die Bundesregierung hat zur Regulierung der Emissionen sogenannte Emissionszertifikate eingeführt. In Zukunft müssen die Energieerzeuger diese Zertifikate ersteigern. Jedes Zertifikat berechtigt dann zum Ausstoß einer gewissen Menge an CO². Dadurch sollen die Kraftwerksbetreiber angeregt werden, Technologien und Alternativen zu entwickeln, damit bei der Stromgewinnung weniger Treibhausgase freigesetzt werden. Eine seit neuestem viel diskutierte Möglichkeit ist die unterirdische Speicherung der CO²-Abgase.

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