Teurerer Strom durch erneuerbare Energien?

Tatsächlich ergibt sich aus der zunehmenden Anzahl der Nutzer erneuerbarer Energien – und dabei vor allem der Solarenergie – so langsam aber sicher ein höherer Strompreis.

Dabei sollte man doch eigentlich meinen, dass erneuerbare Energien doch gerade deshalb vorteilhaft sind, weil sie frei zugänglich und scheinbar kostenlos sind. Das müsste dem Verbraucher eigentlich zugute kommen.

Energie aus Sonne und Wind ist  nicht umsonst

Aber Irrtum. Sogenannte gesetzlich garantierte Einspeisevergütungen machen einen Strich durch diese scheinbar einfache Rechnung. Über diese versuchte der Bund Anreize für einzelne Bürger, kleine und größere Unternehmer zu schaffen, sich Solaranlagen aufs Dach zu bauen oder kleinere Windräder aufzustellen. Womit der Bund nicht gerechnet hatte, war das Echo auf diese Aktion. Die Zahl der Bürger die selbst auf erneuerbare Energien setzten, war viel größer war als erwartet.

Daraus ergaben sich gleich mehrere Probleme. Zum einen gibt es heutzutage bereits vielerorts eine Überkapazität für die die bestehenden Stromleitungen und–netze nicht ausgelegt sind. Eigentlich funktionstüchtige Windanlagen stehen bewegungslos am Wegesrand, bei besonderes schönem Wetter droht der StromnetzGAU durch Überbelastung, verursacht durch die übermäßige Einspeisung der zahlreichen Solaranlagen auf deutschen Dächern.

Dass sich der allgemeine Strompreis erhöht, liegt aber nicht nur an den zu erwartenden Kosten für einen Netzausbau. Die Subventionen, die die Einspeisevergütungen verschlingen, werden finanziert indem sie auf den Strompreis, den jeder Bürger zahlen soll, umgelegt werden.

Langer Atem ist gefragt

Eine kurzfristige Lösung ist nicht in Sicht. Matthias Knuth, seines Zeichens Chef der Bundesnetzagentur, sieht Chancen in der besseren und flexibleren Vermarktung. Nur dann könnten die Subventionssummen wieder verringert werden.

Letztlich ist die Nutzung von regenerativer Energie genau darauf ausgelegt: Einen langfristigen Nutzen und eine Alternative zu fossilen Brennstoffen oder Atomenergie zu etablieren. Die Anschaffung von Windkraftanlagen und Solarpaneelen ist teuer. So manch einer wäre wohl ohne Subventionen davor zurückgeschreckt. Auf lange Sicht lohnen sich die Investitionen der Stromendverbraucher in Gemeinschaft dafür allemal.

Der Beitrag wurde am Mittwoch, den 02. Juni 2010 um 12:46 Uhr veröffentlicht und wurde unter Allgemein abgelegt. Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.
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