Grüne Energie für Deutschlands Universitäten
Universitäten sollen grüner werden: Von diesem Anspruch getrieben initiierte das Netzwerk „Klimagerechte Hochschule“ vergangene Woche erstmals mehrere Aktionstage, die den Klimaschutz ins Zentrum rückten. Das Netzwerk, zusammengesetzt aus zahlreichen Studenteninitiativen, organisierte eine bunte Woche, die sich mit Aktionen unterschiedlicher Art der Umwelt widmeten: Das Angebot reichte von einem Stromwechselpicknick, über Filmvorführungen bis hin zu Diskussionen und Infoständen.
Erklärtes Ziel war es, den Studenten die Leichtigkeit des Wechsels zu einem Ökostromanbieter vor Augen zu führen. „Oft sind sich Studis nicht bewusst, wie einfach ein Wechsel zu einem guten Ökostromanbieter ist“, zitiert das Portal „Wir Klimaretter“ Timo Eckhardt vom Asta-Ökologiereferat an der Uni Lüneburg. Dabei wurde das Stromwechselpicknick seinem Namen gerecht: Wer die Stromrechnung mitbrachte, konnte gleich vor Ort den Anbieter wechseln.
Die Studenten zum Anbieterwechsel animieren, war das eine Ziel. Das andere, mit deutlich mehr Anstrengung verbundene Vorhaben sieht vor, die Universitäten zum Wechsel zu bewegen. Den Kohle- und Atomkonzernen eine Absage erteilen und auf Ökostrom setzen, verlangen die studentischen Klima-Aktivisten. Dabei appellieren die Studenten an die „besondere Verantwortung in der Gesellschaft“ und ermuntern die Universitäten dazu, „im Bereich Umwelt- und Klimaschutz eine Vorreiterrolle einzunehmen“. Ein schwieriges Unterfangen, weiß auch Chris Kunig, Marburger Politik-Student: „Es ist schwierig mit den Unis zu sprechen, weil da oft der Preis im Vordergrund steht.“ Speziell dann, wenn die Kassen eher leer als voll sind.
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