Erfolgskonzept: Aus vollen Windeln Energie gewinnen
Volle Windeln: Vielen ein Graus, für die Verbrennungsanlage in Meckenbeuren bei Friedrichshafen von großer Bedeutung. Unter dem Name „Windel Willi“ fordern die Betreiber der Verbrennungsanlage frischgebackene Eltern auf, die gebrauchten Windeln – möglichst sorgfältig vom restlichen Müll getrennt – in Energie umzuwandeln.Ein tolles Konzept, das Erfolg verspricht: Um die Auslastung der Anlage zu erreichen, sollen jährlich zehn bis 26 Millionen Windeln den Ofen speisen, zitiert die „Netzzeitung“ Marco Nauerz, den Initiator der „Windel Willi“-Idee online. Doch nicht nur volle Windeln heißt die Anlage herzlich willkommen: Auch Einmal-Handschuhe, Inkontinenzhosen, Tupfer und andere Wegwerfartikel werden von der Verbrennungsanlage gerne in Empfang genommen. Wie die „Netzzeitung“ schreibt, werde die Verbrennungshitze durch Leitungen gepumpt und danach ganz unterschiedlich weiterverwendet. Als mögliche Verwendungsmöglichkeiten bieten sich das Heizen, das Garen in Großküchen oder Heißluftbügeln in Wäschereien an.
„Windel Willi“ zahlt sich doppelt aus: Junge Familien leisten nicht nur einen bedeutenden Beitrag an unser Klima, sondern können auch Müllgebühren sparen. Einige Kommunen verteilen Windelsäcke an Familien mit Kindern. Auch Kommunen und Einrichtungen sind auf den Geschmack des Windel-Ökosparens gekommen. Die Verbrennungsanlage in Meckenbeuren zählt bereits einen Kundenstamm von 120 Kommunen und Einrichtungen.
Wie die Zeitung auf ihrem Onlineportal schreibt, sehen die Entwickler dieses vorbildlichen Konzeptes deutschlandweit Potential für 20 weitere solcher Anlagen.
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