Sitzung des UN-Klimarates: USA wieder mit an Bord
Gestern wurde die mit Spannung erwartete erste Sitzung des UN-Weltklimarates in Bonn eröffnet. Mit den USA sitzt die größte Industrienation der Welt wieder mit am Tisch, dies die erfreulichste Änderung im Vergleich zu Sitzungen vergangener Jahre. Barack Obama hat ein gewaltiges Energiepaket geschnürt und setzt auf die Förderung erneuerbarer Energie. Ein Thema, dem sich sein unkooperativer Vorgänger mit größter Ignoranz verweigert hat.
Die neue Strategie der Vereinigten Staaten stieß auf positives Echo, selbst kritische Umweltorganisationen zeigten sich überzeugt, dass mit der Rückkehr der USA die Klimabestrebungen neuen Wind bekämen. Noch bis Donnerstag beraten 2600 Teilnehmer in der ehemaligen deutschen Hauptstadt über einen neuen globalen Klimavertrag, dem Nachfolger des Kyoto-Abkommens. Bei der großen Klimakonferenz im Dezember dieses Jahres in Kopenhagen soll dieses neue Abkommen verankert werden.
Auch Sigmar Gabriel (SPD) zeigte sich erfreut darüber, dass die USA ihr Augenmerk wieder verstärkt auf die in den letzten Jahren ignorierte Klimaproblematik richten. „Für den weltweiten Klimaschutz ist es eine überaus gute Nachricht, dass die USA wieder an Bord sind“, zitiert die „Berliner Morgenpost“ den Bundesumweltminister.
Gleichzeitig zum Treffen des UN-Klimarates findet in Berlin die erste deutsch-amerikanische Energiekonferenz statt. Anlässlich der gestrigen Eröffnung erklärte Karl-Theodor zu Guttenberg, dass Deutschland gemeinsam mit den USA schärfer gegen den Klimawandel vorgehen möchte. Der Wirtschaftsminister sehe große Chancen und Potentiale, die amerikanisch-deutsche Zusammenarbeit zu vertiefen. „Wir brauchen eine aktive Rolle der Vereinigten Staaten im Klimaschutz“, sagte zu Guttenberg der „Berliner Morgenpost“.
Der neue US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, Milliarden in erneuerbare Energien zu investieren. Das ambitionierte Ziel Deutschlands ist es, die bestehende Führungsrolle in dem Bereich weiter auszubauen, um so auch die Abhängigkeit von Importen wie Gas reduzieren zu können, meinte zu Guttenberg.
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