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    Singles:2.000 kWh/Jahr
    2 Personen:3.500 kWh/Jahr
    4 Personen:5.000 kWh/Jahr
    Grossfamilie:8.000 kWh/Jahr

  • Mit Ökostrom bezeichnet man Strom, der zum grössten Teil aus regenerativen Energien gewonnen wird. Bei den regenerativen Energien handelt es sich insbesondere um Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Geothermie und Biomasse.
     

Der Atomausstieg in Deutschland

Ziel des Atomausstiegs ist die Abwendung vom fossil-nuklearen hin zum solar-effizienten Energieverbrauch. Es geht in diesem Zusammenhang um eine effizientere Nutzung von Energie, um einen Ausbau der erneuerbaren Energiequellen und um einen Ausstieg aus der kommerziellen Atomenergie. Die Umsetzung des Atomausstiegs ist vor allen Dingen mit der Schließung von Kernkraftwerken verbunden.

Argumente für den Ausstieg

Für einen Ausstieg aus der Atomenergie sprechen die Unfallrisiken und das immer noch ungelöste Problem der Entsorgung des Atommülls. Darüber hinaus gibt es alternative Energiequellen, die umweltfreundlicher und ressourcenschonender sind. Diese Kritikpunkte hat in den 1970er Jahren Anti-Atom-Bewegungen ins Leben gerufen, die die zivile und militärische Nutzung der Atomenergie in Frage stellten.

Der Ausstieg aus der Atomenergie ist 1978 in Österreich, 1980 in Schweden, 1987 in Italien, 1999 in Belgien und 2000 in Deutschland beschlossen worden. Von anderen europäischen Ländern wurde der Atomausstieg abgelehnt.

Argumente gegen den Ausstieg

Allerdings beschloss das finnische Parlament im Jahr 2002 den Bau eines neuen Kernkraftwerkes. Das war nach mehr als einem Jahrzehnt der erste derartige Beschluss. Andere Länder folgten und entschieden sich ebenfalls für den Bau weiterer Kernkraftwerke. Beim G8-Gipfel in St. Petersburg im Jahr 2006 war Deutschland das einzige Land, das sich gegen den Bau weiterer Kernkraftwerke aussprach. Befürworter der Kernkraftenergie argumentieren, dass die Herausforderungen, die Klimawandel und Sicherheit der Energieversorgung stellen, für den Bau weiterer Kernkraftwerke sprechen würden.

Alternative Energiegewinnung

Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie geht gleichzeitig eine Suche nach Alternativen der Energiegewinnung einher. Diese Alternativen sind deshalb so wichtig, weil eine allzu große Abhängigkeit von Importen fossiler Energie verhindert werden soll.

Novellierung des Atomgesetzes 2002

Mit dem Atomkonsens vom 14. Juni 2000 traf die damalige rot-grüne Bundesregierung mit den vier großen Stromanbietern E.ON, EnBW, RWE und HEW (heute: Vattenfall Europe) eine Vereinbarung, die die künftige Nutzung der vorhandenen Kernkraftwerke zur gewerblichen Erzeugung von Elektrizität befristen sollte.
Am 11. Juni 2001 wurde die Vereinbarung unterzeichnet. Aber erst mit der am 27. Februar 2002 vorgenommenen Novellierung des Atomgesetzes („Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren“) konnte die Vereinbarung offiziell in Kraft treten.

Das veränderte Atomgesetz sieht einen langfristigen Ausstieg aus der Atomenergienutzung vor. Zentrale Punkte sind der Verbot eines Neubaus von Kernkraftwerken und die Befristung der Regellaufzeit der Kernkraftwerke auf durchschnittlich 32 Jahre seit Inbetriebnahme. Das Gesetz legt fest, dass nur noch 2,62 Gigawattstunden Strom in den Kernkraftwerken erzeugt werden dürfen.

Am 31. Dezember 2005 war der Ausstieg in Deutschland in etwa zu einem Drittel vollzogen. Weitere Kraftwerke werden voraussichtlich bis 2009 auslaufen.

Erneute Debatte: Ausstieg aus dem Ausstieg?

Seit dem Regierungswechsel im Jahr 2005 ist allerdings wieder erneut die Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke entbrannt. Die deutsche Bundesregierung hält derzeit zwar noch am Ausstieg fest, allerdings werden Änderungen diskutiert. Eine Einigung der großen Koalition, derzeit bestehend aus der SPD und der CDU/CSU, ist nicht in Sicht.

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